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![]() Es hat einen Grund, warum Ökonomen lieber vom "R-Wort" oder gar "bösen R-Wort" sprechen als unverblümt von "Rezession": Wenn man vom Teufel spricht, kommt er vielleicht herbeigeeilt. Man nennt das auch gerne eine "self-fullfilling prophecy" oder "selbsterfüllende Vorhersage": Etwas passiert nur, weil man auch daran glaubt, dass es passiert. An der Börse ist das nichts Neues - wenn viele glauben, dass ein Kurs sinkt, verkaufen sie, und lösen genau damit selbst den Kursverfall aus. |
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| Daher kam das US-Wirtschaftsmagazin "Economist" auf die Idee, zu zählen, wie oft das Wort "Recession" in den führenden US-Tageszeitungen "New York Times" und "Washington Post" genannt wird, und daraus einen "R-Wort-Indikator" zu bauen, der die psychologische Situation in der Wirtschaft spiegeln soll - im Idealfall als Wirtschaftsindikator, der eine Rezession mit Vorlaufzeit vorhersagen kann. Die HypoVereinsbank in Deutschland verfolgt ein ähnliches Modell und wertet dabei "Handelsblatt" und "FAZ" aus. Die Ermittlung der Daten erfolgt wöchentlich durch Zählung durch damit beauftragte, aufmerksame Leser. Die Forschungsabteilung der HypoVereinsbank geht davon aus, dass der R-Wort-Indikator eine Rezession einige Monate im Voraus erkennen kann. Das wäre eine gute Leistung - wirklich sicher ist man sich nämlich über eine Rezession erst im Rückblick, wenn die Quartals-Daten verglichen werden können, erkennt sie also oft erst, wenn sie bereits vorüber ist. |
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MoneyBee® veröffentlicht seinen R-Wort-Indikator mit täglicher Neuberechnung, verglichen wird der Durchschnitt der letzten sieben Werte (also eine Woche) mit dem Langzeit-Durchschnitt der Erhebung (gesamter Datensatz). Errechnet wird, um wie viel Prozent die aktuellen Wortnennungen über oder unter dem Langzeit-Durchschnitt liegen. Toleranzen von 10 % werden dabei als seitwärts gewertet, zwischen 10 und 50 % als mäßige Abweichung, über 50 % als starkes Signal. Das gleiche Verfahren wird für das Wort "Aufschwung" angewendet. Außerdem veröffentlicht MoneyBee® das Verhältnis von R/A, und zwar bereinigt auf die jeweiligen Durchschnitts-Werte. Zusätzlich wird ein Hinweis darauf gegeben, ob die jeweilige Prozent-Zahl gerade ab- oder zunimmt, indem der aktuelle 7-Tages-Durchschnitt mit dem 7-Tages-Durchschnitt von vor drei Tagen verglichen wird. Eine ausführlichere Darstellung mit Vergleichs-Grafik über einige Monate wird alle zwei Wochen aktuell im "MoneyBrief" diskutiert, dem 14-täglichen technischen Newsletter von MoneyBee®. Der "MoneyBrief" ist kostenpflichtig (für Nutzer des Premium-Angebots ist er im Leistungsumfang inbegriffen). Hier mehr Infos in unserer Guided Tour zum "MoneyBrief". |
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